Kosten und Amortisation


„Wer neue Antworten will, muss neue Fragen stellen.“

Johann Wolfgang von Goethe


Präventionsmaßnahmen für Ihre Mitarbeiter sind wichtige Bausteine, um diese langfristig gesund und leistungsfähig zu halten. Sie profitieren davon durch geringe Fehlzeiten und höhere

Produktivität, müssen dabei aber nicht alle Kosten selbst tragen. Dafür räumt der Gesetzgeber eine Einkommensteuerbefreiung für Präventivmaßnahmen und gesundheitliche Förderung ein.

 

§ 3 Nr. 34 EStG stellt bestimmte Leistungen des Arbeitgebers bis zur Höhe von 500 EUR je Mitarbeiter jährlich steuerfrei, die der Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands oder der  betrieblichen Gesundheitsförderung seiner Arbeitnehmer dienen. Bis zu dieser Höhe kommt es nicht zur Anrechnung eines geldwerten Vorteils. Die Steuerbefreiung soll die Bereitschaft des Arbeitgebers fördern, seinen Arbeitnehmern entsprechende Dienstleistungen anzubieten oder Barzuschüsse für die Durchführung derartiger Maßnahmen zuzuwenden.

 

Die Maßnahmen müssen in ihrer Qualität, Zweckbindung und Zielgerichtetheit den gesetzlichen Anforderungen des § 20 des 5. Sozialgesetzbuches entsprechen.Der Arbeitgeber soll seinen Arbeitnehmern Maßnahmen auf der Grundlage der fachlichen Bewertung der Krankenkassen anbieten. Hierzu gehören z.B. Massagen, Rückenkonzepte, Bewältigung von psychosozialer Belastung und Stress am Arbeitsplatz sowie Einschränkung

des Suchtmittelkonsums (Raucherentwöhnungskurse) und Gesundheitsseminare.

 

Europäischer Sozialfonds

Eine weitere Finanzierungsmöglichkeit besteht durch den Europäischen Sozialfonds (ESF). Er dient zur Förderung von Beschäftigungsprojekten auf lokaler, regionaler und bundesweiter Ebene. In diesem Zusammenhang unterstützt der ESF auf Projekte und Programme der Gesundheitsförderung und des Gesundheitsmanagements.